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Wann zur Ergotherapie?



       Julia Reil, Ergotherapeutin

Wenn deutlich wird, dass alltägliche Aktivitäten nicht, nur eingeschränkt oder nur unter größter Mühe ausgeführt werden können, ist eine ergotherapeutische Behandlung angezeigt. Auch bei zahlreichen Fragestellungen in Bezug auf die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen ist Ergotherapie eine flexible Behandlungsmöglichkeit.

Im Zentrum steht die ganzheitliche Förderung. 

Prinzipiell wird Ergotherapie in allen medizinischen Fachbereichen erfolgreich angewandt. Überall dort, wo es darum geht Fähigkeiten und tägliche Handlungskompetenzen zu stärken, ist eine ergotherapeutische Intervention angesagt. Zu nennen sind hier auch Erkrankungen aus dem Bereich der Orthopädie, Chirurgie, Rheumatologie und Onkologie ebenso Psychiatrie und andere.

Grundsätzlich kommt zum Beispiel bei Kindern eine Behandlung durch den Ergotherapeuten in Betracht, wenn Auffälligkeiten in einem oder mehreren der folgenden Bereiche auftreten:

Grobmotorik

Interventionen sind notwendig, wenn zum Beispiel ein holpriges Gangbild oder eine beeinträchtigte Körperkoordination auffallen.Diese treten im Alltag, häufig aber auch bei sportlicher und körperlicher Leistung auf. Es gibt auch andere sichtbare Beeinträchtigungen der Bewegungsabläufe wie zum Beispiel bei Spastiken, Lähmungen oder Krampfanfällen.

Feinmotorik

Kommt es in diesem Bereich zu Defiziten, fallen filigrane Tätigkeiten schwer, bei deren Ausführung das berühmte Fingerspitzengefühl benötigt wird. Beispiele sind das Schuhebinden, der Umgang mit kleinen Teilen und der Pinzettengriff. Diesen Auffälligkeiten schließt sich meist eine Beeinträchtigung der Graphomotorik an. So fällt eine starre Handhaltung beim Schreiben oder Malen auf.

Sensomotorik und Wahrnehmung

Die Prozesse der Wahrnehmung eines Reizes und der motorischen Antwort verlaufen parallel und stehen damit in direkten Zusammenhang. Ist dieses Zusammenspiel von sensorischen und motorischen Leistungen aus der Balance sind Geschicklichkeit, Bewegungsqualität und Tempo, Körperhaltung und Koordination beeinträchtigt. Bereits im Säuglings-, Kleinkind und Kindergartenalter kann es oft schon Hinweise geben, dass ein sensomotorisches Defizit vorliegt. Schon jetzt kann eine erfolgreiche Behandlung beginnen. Ist die Problematik weniger stark ausgeprägt, fällt sie aber auch oft erst im Schulalter auf, wenn unter Zeitdruck oder erhöhter Geräuschkulisse Leistungen erbracht werden sollen. Jetzt Zusammenhänge wahrzunehmen und das Wahrgenommene adäquat umzusetzen, fällt den Betroffenen schwer. Eine gleichzeitige kognitive Beeinträchtigung kann dazu führen, dass sie fälschlicherweise für minder intelligent gehalten werden. Ein Trugschluss mit weitreichenden Folgen für die persönliche Entwicklung und den Lebensweg.
  • Kraft kann nicht richtig dosiert werden (z. B. Stifte brechen häufig ab)
  • Stifte können nicht richtig gehalten werden
  • Die Unterscheidung von rechts und links fällt schwer
  • Das Kind tut sich schwer mit Ordnung
  • Es stört den Unterricht
  • Das räumliche Wahrnehmen ist gestört (Stolpern, Tolpatschigsein)
  • Konzentrationsschwäche und Lernschwäche
  • Lese- und Rechtschreibschwäche

Sozialverhalten

Beeinträchtigungen im Bereich des sozialen Miteinanders können sich auf vielfältige Weise bemerkbar machen und den Betroffenen an der Teilhabe an der Gemeinschaft hindern. Übermäßige Lautstärke, extremes "Über-das-Ziel-Hinaus-Schießen", fehlende Selbstregulierung, Ängste und Depressionen machen es schwer den Platz im Leben zu finden. Hier ist es besonders wichtig, den Auslöser für die Beschwerden auszumachen und Möglichkeiten zur Kompensation zu geben.

Koordination

Das richtige Zusammenspiel von Muskeln und Körperteilen wird Koordination genannt. Von Muskeln und Extremitäten müssen im richtigen Moment die richtigen Aufgaben übernommen werden. Ist dies nicht der Fall, kommt es zu Störungen im Bewegungsablauf. Dafür können Schädigungen des Nervensystems, aber auch Verletzung bestimmter Körperteile verantwortlich sein. Auch kann es sein, dass ein Bewegungsablauf falsch erlernt wurde und dieses Verhalten sich gefestigt hat.
Dadurch, dass Höhen, Längen, aber auch Gefahren schlecht eingeschätzt werden können, wirken die Betroffenen oft tollpatschig und ziehen sich von sportlichen Aktivitäten zurück. Sie haben Probleme mit dem Gleichgewicht und/oder mit der Auge-Hand-Koordination. Dadurch verlieren die Betroffenen an Selbstbewusstsein und ziehen sich zurück.